Meine Eltern?
Sonntag, 22. August 2010 | Autor: yung
Nicht jeder hat das Glück einen Stammbaum vorweisen zu können. Die Identitätsfrage bleibt somit oft ungeklärt. Vor allem Adoptivkinder haben hierbei oft eine schwere Last zu tragen. Aber auch in normalen Familien ist die Herkunft oft fraglich. Nicht selten entscheiden sich Eltern dafür einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen. Schließlich ist die Sorgepflicht auch eine Kostenfrage. Denn für den Unterhalt des Kindes muss der leibliche Vater aufkommen und oft entscheidet das Familiengericht anhand von einem Vaterschaftstest die Alimentenzuweisung.
Ein Vaterschaftstest ist auch aus rein biologischer Sicht sehr aufschlussreich, denn so kann das Erbmaterial sichergestellt werden. Bei Krankheiten ist es oft wichtig zu wissen, ob diese vererbbar sind. Nur durch den Vaterschaftstest können die Gene miteinander verglichen werden. Es werden bei einem Vaterschaftsgutachten die DNA-Marker miteinander verglichen. Stimmen sie nicht überein, so ist eine Vaterschaft völlig ausgeschlossen.
Der Respekt und die Liebe zu einem Kind sind von Elternseite her immer groß. Doch was macht man, wenn man daran zweifelt der leibliche Vater zu sein? Bis vor einigen Jahrzehnten gab es hierfür keine sichere Antwort. Dank der Medizin und ihren Errungenschaften ist man heute durch einen Vaterschaftstest in der Lage, die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft bis zu 99,9% zu ermitteln.
Das Vertrauen zwischen Vater und Kind ist auf keinen Fall nur auf die biologische Verwandtschaft zurückzuführen. Dennoch ist der Vaterschaftstest oft der Auslöser, dass überhaupt so eine Bindung zustande kommt. Der Vater übernimmt meist die Beschützerrolle und viele würden für ihre Kinder sterben. Für ihre! Damit die Harmonie in der Familie gewährleistet ist, braucht es klare verwandtschaftliche Verhältnisse. Auch das Kind muss wissen, woher es kommt, wer seine Ahnen sind. Das macht die Geschichte eines Menschen aus, auch zurückschauen zu können. Der Vaterschaftstest ist oft der erste Schritt, um Klarheit zu schaffen, um die Frage „Woher komm ich?“ zu beantworten.

